Vorurteile über Kaffee – alles Blödsinn (?)

Über kaum ein anderes Getränk gibt es so viele unberechtigte Vorurteile wie über Kaffee. Zumindest hab ich das Gefühl, da eigentlich jeder, den ich kenne, eine Meinung dazu hat und diese nicht immer positiv ist. Ich behaupte ja seit Jahren, dass das alles Quatsch ist, doch jetzt haben sich auch endlich Wissenschaftler dem Thema angenommen und nachgewiesen, dass Kaffee viel besser ist als sein Ruf. Natürlich ist zu viel Koffein schädlich, da es sich bei dem Wirkstoff um ein Nervengift handelt – daran kann man nichts schön reden. Doch Gesundheitsexperten haben heraus gefunden, dass Kaffee, wenn man ihn in Maßen genießt zur Entspannung beiträgt und die Gesundheit fördern kann.

Kaffee dehydriert nicht

Eines der häufigsten Vorurteile über Kaffee ist, dass er angeblich dehydrieren soll. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung zählt Kaffee aber, genau wie jedes andere Getränk, zur Flüssigkeitsbilanz hinzu. Für viele Menschen macht Kaffee einen Großteil der täglichen Getränkezufuhr aus. Kaffee besteht nun mal zum größten Teil aus Wasser und genau das ist es, was der Körper braucht. Das Gerücht, dass Kaffee eine dehydrierende Wirkung hat, kommt daher, dass er den Druck auf die Blase erhöht. Allerdings legt sich das nach einer gewissen Zeit wieder. Geübte Koffein-Junkies sollten damit keine Probleme mehr haben. Allerdings ist es wahr, dass Kaffee kein geeigneter Durstlöscher ist. Wer ausschließlich Kaffee trinkt, bei dem werden die Zellen nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt. Wer allerdings 2 Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nimmt, der kann mit ruhigem Gewissen einen Teil davon mit Kaffee ausfüllen.

Kaffee beugt Diabetes vor

Niederländische Forscher haben in einer Studie festgestellt, das Menschen mit einem hohen Kaffee-Konsum nur halb so oft an Diabetes erkranken, wie andere Menschen. Auch in Finnland kamen Wissenschaftler zu ähnlichen Ergebnissen. Die Finnen sind übrigens Weltmeister was den Kaffee-Verbrauch angeht. Wieso, weshalb, warum Kaffee vor Diabetes schützt, ist noch nicht eindeutig erforscht worden. Doch die Experten raten: je mehr Kaffee, desto besser. Die schützende Wirkung gibt es übrigens auch, wenn man sich für koffeinfreien Kaffee entscheidet. Das ganze hat allerdings einen Haken: wer schon an Diabetes leidet, der sollte sich beim Genuss von koffeinhaltigem Kaffee zurück halten. Forscher der amerikanischen Duke-University haben nämlich heraus gefunden, dass Diabetes-Patienten, denen sie Koffeintabletten gegeben haben, einen höheren Blutzuckerwert hatten, als diejenigen, die Placebos bekommen haben. Aber auch hier weiß niemand wieso das so ist.

Latte macchiato . . .von gänseblümchen/pixelio.de

Wer regelmäßig Kaffee trinkt, kann damit Krankheiten vorbeugen; Fotoquelle: gänseblümchen/pixelio.de

Kaffee schützt Leber und Gehirn

Andere Krankheiten vor denen Kaffee schützen kann, sind Alzheimer und Lebererkrankungen. Bei Frauen kann regelmäßiger Kaffeekonsum auch vor Schlaganfällen schützen. Das Koffein stimuliert die Gehirnaktivitäten und steigert die Konzentration. Außerdem sind im Kaffee Botenstoffe enthalten, die die Stimmung heben, nämlich Dopamin, Serotonin und Endorphine. Wer sein Leben lang Kaffee trinkt, kann dadurch verhindern, dass die geistige Leistungsfähigkeit im Alter abnimmt.

Auch die Leber von Kaffeetrinkern ist weniger anfällig ist für Krankheiten als die von Kaffee-Muffeln. Wer bereits eine geschädigte Leber hat, der kann mit drei oder mehr Tassen Kaffee am Tag das Fortschreiten der Leberzerstörung eindämmen. Wie bei si vielen Studien ist auch hier nicht eindeutig geklärt, woher diese schützende Wirkung des Kaffees kommt. Bei Versuchen mit anderen koffeinhaltigen Getränken, gab es keine vergleichbaren Ergebnisse.

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